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Rotweinsorten
Barbera
Leichte, aus Italien stammende Rotweinsorte. Hauptrebe in der Region Piemont (Italien).
Blauburger
Eine österreichische Kreuzung (Klosterneuburger Weinbauschule) aus Blauem Portugieser und Blaufränkisch. Die Traube liefert einen dunkelgefärbten Rotwein, der eine längere Reifezeit benötigt.
Farbe: Farbintensives Rot ukett: Weinig, an Beerenfrüchten erinnernd Geschmack: vollmundig, samtig und wuchtig, der geschmacklich dem blaufränkisch ähnelt, der aber aufgrund seines höheren Mostgewichtes extrakt und alkoholreicher ist
Blauer Burgunder - Blauburgunder, Blauer Spätburgunder, Pinot Noir
Ein sehr hochwertiger Rotwein, der auf dem Rotweinsektor zu den Spitzenweinen Österreichs zählt. Er hat eine lange Lagerfähigkeit und ist zum Barriqueausbau gut geeignet.
Farbe: leuchtend rubinrot mit violetten Nuancen; neigt schneller zur Oxydation
Bukett: Bukett feine fruchtiges Bittermandelbukett
Geschmack: Der Wein wird meist trocken ausgebaut, schmeckt rund und hinterläßt auf der Zunge ein deutliches Wärmegefühl. Der Extraktgehaltstoff ist relativ hoch. Zusammen mit einer guten Säurestruktur und einen dezenten Gerbstoffgehalt vermittelt die Sorte einen harmonischen Geschmackseindruck mit einem langen feinherben Abgang
Blauer Portugieser
Da sich diese Rebsorte sehr rasch entwickelt, sollte sie im Allgemeinen jung getrunken werden. Speziell in der Thermenregion können in guten Jahren milde und saftige Rotweine mit Veilchenduft und weichem Tannin gewonnen werden
Im allgemeinen ein süffiger, anspruchsloser Rotwein, der infolge seines geringen Säuregehaltes recht bekömmlich ist. Bei Ertragsbeschränkung und richtiger Kellerbehandlung kann er zu einem ausgezeichneten und anspruchsvollen Qualitätswein werden, sonst wirkt er oft charakter- und ausdruckslos.
Farbe: überwiegend hellrot, bei später Ernte auch farbintensiver Bukett: süffig, fruchtig und mild, geringer Alkoholgehalt; schmeckt jung am besten
Blaufränkisch
Diese österreichische Rotwein-Spezialität liefert einen in der Jugend ungestümen, tieffruchtigen Wein, der durch Lagerung samtiger und geschmeidiger wird und zusätzlich Facetten gewinnt
Cabernet Franc
Fruchtige, aus Frankreich stammende Rotweinsorte. Wichtiger Bestandteil von Bordeaux-Weinen.
Cabernet Sauvignon
Aus Frankreich stammende Rotweinsorte. Charakter: bukettreich, körperreich, reich an Tannin. Wird deshalb gerne zum Verschnitt mit anderen Weinen verwendet
Canaiolo Nero
Aus der Toskana (Italien) stammende Rotweinsorte, die den duftigen Geschmack des Chianti prägt.
Carignan
Aus Spanien stammende Rotweinsorte, die gerne zum Verschnitt verwendet wird (reich an Tannin, schwer).
Chianti
Verschnitt aus den Rotweinsreben Sangiovese, Canaiolo Nero bzw. den Weissweinreben (Anteil unter 2 Prozent) Trebbiano und Malvasia. Anbaugebiet zwischen Florenz und Siena (Toskana, Italien). Seit 1984 als DOCG-Wein klassifiziert (Wein höchster Qualität). Auch als Barrique-Wein erhältlich. Häufigste Beimischungen: Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah.
Gamay Noir
Aus Frankreich stammende Rotweinsorte. Grundlage für Beaujolais-Weine. Charakter: fruchtig, angenehmer Säuregehalt.
Garnacha Tinta
Weit verbreitete, aus Spanien stammende Rotweinsorte. Charakter: fruchtig, körperreich, samtig. Gern zum Verschnitt verwendet.
Lemberger
Aus Österreich stammende, im Geschmack fruchtige Rotweinsorte.
Merlot
Ist eine europäische Edelsorte, die in Österreich auch als Qualitätswein anerkannt ist. Der Rotwein ist ein ansprechender, unkomplizierter Alltagswein, der aber in guten Weinjahren ein beträchtliches Qualitätsniveau erreichen und dann auch einig Jahre reifen kann. Die Sorte wird gerne zum Verschnitt, meist mit Cabernet, herangezogen.
Farbe: hell-rubinrot
Bukett: typisch grasiges Bukett
Geschmack: frisch, süffig, trocken, weich, mit einem leicht bitteren Nachgeschmack. Der Wein hat wenig Säure und weist auch einen niedrigen Alkoholgehalt auf.
Mourvedre
Aus Spanien stammende Rotweinsorte. Hoher Alkoholgehalt, reich an Tannin. Gern als Verschnittwein verwendet.
Nebbiolo
Aus Italien stammende, spätreifende Rotweinsorte. Charakter: blumig, körperreich, sehr hoher Gehalt an Tannin.
Sangiovese
Alte italienische Rotweinsorte. Grundlage für Chianti-Weine.
Charakter: blumig, zartbitterer Abgang, reich an Tannin.
St. Laurent
Dieser Rotwein verdankt seinen Namen dem heiligen Laurentius, an dessen Namenstag (10. August) die Traube üblicherweise auszureifen beginnt. Er ist ein sehr guter bis guter Rotwein und gehört auch international zur gehobenen Qualitätsklasse. In Österreich gilt die Rebsorte nach dem Blaufränkisch als zweitbeste Rotweinsorte.
Farbe: kräftig und dunkelrot
Bukett: feines, fruchtiges Weichselbukett
Geschmack: Als Jungwein ist herb und säurereich, weshalb er unbedingt eine gewisse Reifezeit benötigt. Als Altwein schmeckt er samtig-trocken, vollmundig und angenehm gerbstoffhaltig. Er liegt im Alkoholbereich eher höher und hat einen guten Extraktgehalt. Wird er süßlich ausgebaut schmeckt er langweilig und ausdruckslos.
Schwarzriesling - Pinot Meunier
Aus Frankreich stammende Rotweinsorte.
Charakter: leicht, fruchtig und samtig.
Shiraz - Syrah
Ein der ältesten Rotweinsorten der Erde.
Charakter: fruchtig, würzig, reich an Tannin. Gern für Verschnitt verwendet (z.B. Chianti). Herrliche Shiraz kommen auch aus den Weinanbaugebieten Südafrikas.
Tempranillo
Aus Spanien stammende dunkelrote Rotweinsorte. Charakter: fruchtig und mild.
Trollinger - Blauer Trollinger - Grossvernatsch
Die Rotweinsorte wird in Südtirol "Großvernatsch" genannt und gilt in Österreich als eine Qualitätsweinrebsorte
Farbe: helles oder dunkleres Rot (je nach Jahrgang)
Bukett: mit einem leichtem Geschmack im allgemeinen leicht, frisch, fruchtig, gerbstoffarm und vielfach auch säurearm.
Zinfandel
Rotweinsorte, die vorwiegend in Kalifornien (USA) angebaut wird.
Zweigelt - Rotburger, Zweigeltrebe
Eine nach ihrem Züchter benannten Kreuzung (der Klosterneuburger Weinbauschule) zwischen St. Laurent und Blaufränkisch. Der Zweigelt ist ein Beaujolais-ähnlicher Rotwein von recht unterschiedlicher Qualität. Für seine Güte ist ausschlaggebend, ob im Weingarten eine Ertragsbeschränkung der äußerst fruchtbaren Rebsorte vorgenommen wurde oder nicht.
Farbe: kräftige rubinrote Farbe mit leicht violettem Schimmer. Im Alter helles ziegelrot.
Bukett: fruchtig-würzig, als Massenwein derb.
Geschmack: voll, kräftig, leicht würzig, extrakt- und gerbstoffreich und mit ansprechender Säure versehen. Als Jungwein schmeckt er rassig, oft herb und hart, als Altwein mild und samtig. Als Massenwein ist er häufig kratzig und herb-sauer im Geschmack.
Weißweinsorten
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Bacchus
Deutsche Weissweinsorte (Weinrebenkreuzung aus Silvaner und Riesling mit Müller-Thurgau. Charakter: blumig, fruchtig, leichter Muskatton.
Chenin Blanc
Traditionsreiche Weissweinsorte.
Charakter: bukettreich, fruchtig bis spritzig.
Frühroter Veltliner - Malvasier
Im allgemeinen ein guter, weißer Tafelwein, der auch in Kabinetts- und Spätlesequalität, jedoch selten in höheren Prädikatsstufen angeboten wird.
Farbe: goldgelb
Bukett: kein ausgeprägtes Sortenbukett
Geschmack: mild, kräftig und gehaltvoll, extrakt- und alkoholreicher als der Grüne Veltliner, oftmals auch von würzigem Geschmack, wobei er dann an zarte Bittermandeln erinnert.
Furmint
In guten Weinjahren liefert die Furmint-Traube alkohol- und extraktreiche weiße Ausbruchsweine, erbringt aber bei geringeren Zuckerwerten im Most nicht immer befriedigende Weißweine.
Farbe: gelbgrün
Bukett: intensives Lagerbukett
Geschmack: rassiger, extraktreicher, aromatischer Geschmack mit ausgeprägter Säurenote und hohem Alkoholgehalt.
Goldburger
Dieser Weißwein ist eine österreichische Kreuzung (der Klosterneuburger Weinbauschule) zwischen Orangetraube und Welschriesling und somit eine österreichische Spezialität. Er hat kein ausgeprägtes Charakteristikum und kann infolge seines guten Zuckerbilldungsvermögens alle Qualitätstufen bis hinauf zur Trockenbeerenauslese erreichen.
Farbe: helles Goldgelb
Bukett: fruchtiges, aber ziemlich neutrales Bukett. In höheren Qualitätsstufen nimmt er einen gewissen Überreifecharakter an
Geschmack: voll, kräftig extraktreich, mit meist genügend Säure, der sich aber neutral verkostet
Grüner Veltliner
Dieser Weißwein hat die meiste Anbaufläche und wird im Ausland gerne als " österreichisches Nationalgetränk" bezeichnet. Der Wein hat qualitativ eine große Bandbreite und reicht vom einfachen, preiswerten Heurigen- und Konsumwein bis zu den feinsten und auch haltbarsten Spitzenweinen.
Farbe: grünlich-gelb, im Alter goldgelb
Bukett: sehr variierend, meist betont fruchtig
Geschmack: frisch, spritzig, mit einem guten Säurehintergrund und einem feinwürzigen, leicht pfeffrigen Nachgeschmack Er ist alkoholleicht und schmeckt jung am besten. Ein qualitativ hochwertiger Veltliner erfährt während seiner Flaschenreife eine Geschmacksänderung und bekommt nach 4-5 Jahren einen deutlichen Mandelton.
Gutedel
Weissweinsorte, die besonders in der Schweiz und in Deutschland angebaut wird. Der vergorene Saft ergibt einen leichten Wein mit wenig Säuregehalt.
Jubiläumsrebe
Eine interessante Weißweinsorte, die aus einer Kreuzung (der Klosterneuburger Weinbauschule) zwischen den beiden Rotweinsorten Blauer Portugieser und Blaufränkischem entstanden ist. Die Sorte wird in Österreich erst ab der Güteklasse Prädikatswein als Qualitätswein anerkannt.
Farbe: goldgelb
Bukett: Duft und Aroma sind von einer eigentümlichen Fruchtigkeit, wie man sie oftmals in südlichen Erzeugerländern findet.
Geschmack: Die hochwertigen Prädikatsweine ab Auslese aufwärts sind durchwegs alkoholreich und schmecken mild und süß.
Kerner
Aus Deutschland stammende Weissweinsorte. Kreuzung aus Riesling und Trollinger. Charakter: fruchtig, nussig, leicht nach Muskat schmeckend.
Morillon - Chardonnay
Der Weißwein ist eine eigenständig Rebe, die qualitätsmäßig über dem Weißen Burgunder liegt. Er ist eleganter und feiner im Geschmack, auch sein Zuckergehalt ist meistens höher. Zu seiner vollen Geschmacksentwicklung braucht der Wein eine gewisse Faß- und Flaschenreife. Unter den österreichischen Weißweinsorten läßt er sich wahrscheinlich am besten in Barriquefässern ausbauen.
Farbe: schwankt zwischen zart blaßgelb, leicht zitronengelb bis intensiv strohgelb
Bukett: variiert gleichfalls und wird öfters mit halbreifen Äpfeln oder mit reifen Trauben verglichen. Typisch ist aber immer die ausgesprochene Fruchtigkeit in Duft und Aroma.
Müller Thurgau
Zumeist ist der Müller Thurgau ein eher säurearmer, runder Wein mit leicht muskatartigem Bukett und mildem Geschmackseindruck. Abgesehen von Prädikatsweinen sollte der Müller Thurgau jung genossen werden
Muskateller - Gelber Muskateller, im Volksmund "Grobschmeckerter“
Für die Qualität dieses Weißweines kommt sehr auf den Jahrgang an. In guten Weinjahren ist er ganz guter Flaschenwein und ähnelt dem Muskat-Ottonel, in schlechten Jahren wird er meist nur als Verschnittwein verwendet. Durch seinen Muskatton hat er einen recht ausgeprägten Eigengeschmack.
Farbe: grünlich-gelb
Bukett: ein traubiges, intensives Muskatbukett im Duft und Aroma. In schlechten Weinjahren wirkt er aufdringlich und derb.
Geschmack: leicht und frisch, nicht allzu hoch im Körper, meist trocken und mit einer fruchtigen Säure versehen und von intensivem, aromatischem Muskatgeschmack
Muskat-Ottonel im Volksmund: "Feinschmeckerter“
Dieser Wein wird gerne zum Abschluß oder als Schlußwein bei Weinverkostungen getrunken. Höhere Prädikatsweine zeigen noch nach Jahren das für diese Sorte typische Muskataroma, ohne dabei vom Altersfirn überdeckt zu werden. Er wird meist mit einem Restzuckergehalt angeboten.
Farbe: grünlich-gelb, bei höheren Prädikatsweinen goldgelb
Bukett: intensives, jedoch feines und würziges Muskatbukett, das man auch noch bei ganz trockenen Weine finden kann
Geschmack: voll, mild und relativ niedrig im Alkoholgehalt- und Extraktstoffgehalt sowie immer mit einem intensiven, feinen Muskatton versehen, der besonders im Abgang spürbar ist
Neuburger
Die Weißweinsorte ist eine österreichische Spezialität und dürfte aus einer zufälligen Kreuzung aus Weißem Burgunder mit Sylvaner entstanden sein. Der Neuburger gilt als mittlere Qualitätssorte, kann aber bei guten Jahrgängen sehr an Ausdruckskraft gewinnen., enn der Wein eine sorgfältige Kellerbehandlung erfährt, nicht süß, sondern trocken ausgebaut wird und zumindest ein- bis zweijährige Flaschenreife hat.
Farbe: gelb mit leichtem Goldschimmer
Bukett: geruchsneutral oder ein fein-zartes Nußbukett
Geschmack: mild, vollmundig, feinwürzig, mit einem häufig nußartigen Geschmack. Der Säuregehalt ist selten hoch, der Alkoholgehalt liegt im mittleren Bereich. Wird der Wein süß ausgebaut, verschwinden weitgehend seine typischen Sortenmerkmale. Auffallend ist sein anhaltender Nachgeschmack
Rheinriesling - Riesling
Ein nobler Weißwein, der höchstes internationales Qualitätsniveau erreichen kann. Für eine gute Rieslingqualität ist unbedingt eine Vollreife der Beeren, genügend Herbstsonne und dadurch eine späte Traubenlese notwendig. Erst dadurch wird der notwendige Zuckergehalt erreicht. Erst dieser Zuckergehalt der Beeren erbringt in Verbindung mit der charakteristischen Säure die wunderbare Harmonie der Rieslingweine. Ein guter Riesling überrascht immer wieder durch ein unvergleichliches Duftspiel, durch ein nahezu perfektes Gleichgewicht zwischen Säure, Süße, Körper und Eleganz und durch einen würzig-subtilen Abgang. Seinen schönsten Ausdruck findet er in der Qualitätstufe Kabinettwein.
Farbe: grünlich-gelb; mit zunehmenden Alter und in höheren Qualitätsstufen wechselt die Farbe in einem schimmrigen Goldton über
Bukett: edles, ausgesprochen traubiges Fruchtbukett, das sich wenigstens zwei Jahre nach der Flaschenfüllung noch stärker ausgeprägt. Bei längerer Flaschenlagerung erhält der Riesling ein ganz charakteristisches Aroma.
Geschmack: edel, fruchtig, rassig, mit einem mittleren Alkohol- und Extraktgehalt. Wie vielleicht bei keiner anderen Weinsorte wird sein Geschmack durch den Gehalt an Säure und Süße, beeinflußt, durch seine Harmonie, Rasse, Frische und Finesse bestimmt. er ist immer stark säurebetont (7-9% Säure). In schlechten Weinjahren und aus nicht geeigneten Lagen schmeckt der Riesling oft unreif, manchmal richtig grasig, wobei dann seine Säure recht unangenehm ausfällt.
Roter Veltliner
Die Qualität dieses Weißweines hängt sehr vom Mengenertrag im Weingarten, von der Jahrgangsgüte und vom geeigneten Standort und Boden ab. Unter guten Bedingungen läßt sich die Sorte zu einem fruchtigen, fülligen Wein keltern.
Farbe: grünlich-gelb mit leichten Goldreflexen.
Bukett: fruchtiger Duft und feinwürziges Aroma
Geschmack: extraktreich und würzig, mit betonter Säurenote. Mit zunehmenden Alter bekommt er einen leichten Bittermandelgeschmack im Abgang.
Rotgipfler
Ein hervorragender, hochwertiger Weißwein, dessen Name sich von der bronzierten (roten) Spitze seiner Triebe ableitet. Er wird zwar auch sortenrein, häufiger aber noch mit dem Zierfandler zum "Spätrot-Rotgipfler" ausgebaut , wobei es dabei sehr auf das Sortenverhältnis ankommt. In den höheren Qualitätstufen braucht der Wein unbedingt ein bestimmtes Maß an Restsüße. In schlechten Weinjahren dürfte der dem Zierfandler qualitativ überlegen sein.
Farbe: goldgelb; im Vergleich zum Zierfandler etwas dunkler
Geschmack: frisch, würzig, auffallend ist seine ausgeprägte, immer angenehme Säure, die den extrakt- und meist alkoholreichen Wein ausgesprochen harmonisch macht. Im Vergleich zum Zierfandler ist er geschmacklich etwas härter.
Ruländer - Grauer Burgunder - Pinot Gris - Pinot - Grigio
Die Rebsorte gehört zur Familie der Burgundergewächse und zählt zu den qualitativ hochwertigen Weißweinen. Allerdings verlangt er immer eine volle Reife der Traube bei der Lese, denn erst mit einem Mostgewicht von 18 Grad KMW aufwärts gilt der Wein als ansprechend. Höhere Prädikatsstufen gelten bei entsprechendem Säuregehalt als ausgesprochene Spitzenweine.
Farbe: Der Wein neigt zur Hochfärbigkeit, ist fast immer intensiv gelbgrün gefärbt und mit einem leichten goldenen Schimmer versehen. Reife Weine zeigen eine fast goldgelbe Farbe
Bukett: delikates, unaufdringliches Sortenbukett
Geschmack: Der Ruländer gilt als der extraktreichste Weißwein in Österreich. Er schmeckt infolge des Alkohol- und Extraktgehalts füllig und vollmundig. Angeboten wird er meistens mit einer spürbaren Restsüße.
Sauvignon - Sauvignon blanc - Muskat Sylvaner
Dieser Weißwein ist sehr jahrgangslaunisch, weshalb auch sein Bukett- und Geschmacksbild recht uneinheitlich ist. In guten Jahren hat der Wein oft hervorragende Qualität mit gutem Körper und gutem Alkoholgehalt sowie dem sortentypischen, grasigen Duft und Geschmack. In schlechten Jahren bleiben die Weine vielfach ausdruckslos, sind alkohol- und extraktarm und lassen die gesuchte grasige Würze vermissen.
Farbe: grünlich-gelb, in höheren Prädikatsstufen goldgelb
Bukett: betont grasig, auch im Alter
Geschmack: Der Wein ist trocken, rassig mit saftiger Säure, extrakt- und alkoholreich und zeichnet sich durch eine meist grasige Würze aus. Ein Sauvignon sollte am besten jung und frisch getrunken werden.
Scheurebe - Sämling 88
Eine nach dem deutschen Züchter Georg Scheu benannte Weißweinsorte. Entscheidend für die Güte dieses Weines ist immer die Lage des Weingartens und die erreichte Vollreife der Trauben. Der Züchter, Herr Scheu, hat in seinen Zuchtreihen den 88. Sämling als seine beste Züchtung eingestuft - daher auch der Name "Sämling 88".
Farbe: goldgelb
Bukett: eigenartig, aber fein
Geschmack: Reife Weine haben besonders auf der Prädikatsweinstufe einen harmonischen und rassigen Geschmack und werden häufig mit einer spürbaren Restzucker angeboten.
Traminer - Gewürztraminer
Dieser Weißwein gehört zur Spitzengruppe der österreichischen Qualitätssorten. Der Unterschied zwischen Traminer und Gewürztraminer liegt ausschließlich im Duft und Aroma begründet, wobei der Gewürztraminer das kräftigere, würzigere und aromatischere Sortenbukett hat.
Farbe: zwischen grüngelb und goldgelb, jahrgangsbedingt zeigt der Wein auch einen leicht rötlichen Goldschimmer.
Bukett: Duft und Aroma sind stark ausgeprägt, würzig und aromatisch und erinnern deutlich an Rosenduft. Wird der Traminer aus unreifen Trauben gekeltert, so weisen die Weine eine Art Gerbton wie bei der Lederherstellung auf.
Geschmack: vollmundig mit einem hohen Extrakt- und Alkoholgehalt (mitunter bei 14% Vol), jedoch meist mit relativ wenig Säure und oftmals deutlicher Restsüße. Die Vollmundigkeit ist beim Gewürztraminer vielleicht noch stärker ausgeprägt. Traminer-Weine haben im allgemeinen ihren Reifehöhpunkt nach 3-6 Jahren und sind gut lagerbar.
Trebbiano - Ugni Blanc
Aus Italien stammende Weissweinsorte, aus deren vergorenem Saft leichte, sehr qualitätsvolle Weine (z.B. als Verschnittwein zum Chianti), aber auch Armagnac und Cognac hergestellt werden.
Charakter: fruchtig, spritzig, leichtes Aroma von Bittermandeln.
Weißburgunder - Weißer Burgunder - Pinot Blanc - Klevner
Wenn seine Trauben die Vollreife erlangen, wächst der Weißburgunder in Österreich zu einem substanzreichen Weißwein mit feinem, mandelartigem Geschmack und pikanter Säure heran. Es ist ein hervorragender Weißwein, der mit zunehmenden Alter immer besser wird. Wichtig für die Qualität ist eine notwendige Ertragsbeschränkung und eine entsprechende Traubenreife bei der Lese (mindestens über 17 Grad KMW). Seine höchste Güte erreicht er von der Spätlese aufwärts.
Farbe: Diese hängt vom Reifezustand der gekelterten Trauben ab. Bei Qualitäts- und Kabinettweinen zeigt er eine grünlich-gelbe Farbe, bei Spätlesen und Auslesen wird der Farbton zunehmend blasser und strohgelb.
Bukett: Bei guter Traubenreife läßt er eine ausgeprägte Fruchtigkeit im Duft und Aroma erkennen.
Geschmack: Der Wein ist bei entsprechender traubenreife elegant, harmonisch, vollmundig und extraktreich, ohne dabei schwer und füllig zu wirken. Er ist von mittlerem Alkoholgehalt und im Gaumen eher neutral und auffällig. Meist wird er trocken ausgebaut.
Welschriesling
Der Welschriesling (nicht mit dem Riesling verwandt) liefert frisch-fruchtige, vorwiegend in ihrer Jugend zu genießende Weine. Er kann aber auch Prädikatsweine hervorbringen, deren Blume und Rasse lange anhält. Er ist ein problemloser Weißwein mit einer großen Qualitätsspanne. Stark vom Jahrgang, Standort und Lagerung abhängig, kann er entweder ein guter, frischer Tafelwein oder aber ein vorzüglicher Qualitätswein sein. Aus schlechten Jahrgängen und Lagen ist er hingegen dünn, zu hoch in der Säure und als qualitativ minderwertig einzustufen.
Farbe: zartgrün, im alter gelbgrün
Bukett: frisch, fruchtig und zart feinwürzig
Geschmack: frisch, mit einer leicht spritzigen Fruchtigkeit und mit einer süffigen, feinwürzigen, reschen (säurebetonten) Geschmacksnoten. Ein Welschriesling schmeckt jung und frisch am besten. Ein guter Welschriesling erinnert infolge seiner ausgesprochenen fruchtigen Art im Geschmack an einen saftigen Apfel. Ein Welschriesling aus einem schlechtem Jahrgang und aus einer ungünstigen Lage schmeckt jedoch meist dünn und ist außerdem hart und hoch in der Säure.
Zierfandler
Die Sorte ist eigentlich eine Spezialität aus der Gegend Gumpoldskirchen, die dazu beigetragen hat, diesen Weinort berühmt zu machen. Der Weißwein zeigt in seinem Geschmacksbild eine außerordentliche Vielseitigkeit, wobei seine Qualitätsstufen vom einfachen Buschenschankwein bis zu den ganz große Gewächsen Österreichs reichen. Er wird gerne mit dem Rotgipfler zum „Spätrot-Rotgipfler“ verschnitten und unter dieser Bezeichnung vermarktet.
Farbe: goldgelb, im Vergleich zum Rotgipfler etwas heller
Bukett: ausgeprägtes, sortenspezifisches Fruchtbukett
Geschmack: extraktreich, würzig, rassig, mit fruchtiger Säure und meist kräftigem Alkoholgehalt. Seine Auslesen bestechen durch eine unglaubliche Geschmacksfülle und Finesse. Gegenüber dem Rotgipfler wirkt er in guten Jahren geschmacklich feiner und eleganter. Die Reifespanne eines Zierfandlers liegt zwischen 2 und 10 Jahren, bei höheren Prädikatstufen auch wesentlich darüber.
Weinlagerung
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Der Transport nach Hause und die richtige Lagerung des Weines stellen kein Problem dar. Weine sind heutzutage schon so stabil, dass sie durch den Transport keinen Schaden mehr erleiden. Man sollte nur beachten, dass der Wein die richtige Tinktemperatur erreicht hat, wenn man ihn noch am gleichen Tag genießen möchte. Wenn es zeitlich möglich ist, kann man den Wein einige Tage zuvor lagern, so wird sich die Qualität noch etwas verbessern.
Die langjährige Lagerung
Zunächst muss gesagt werden, dass sich diese Art der Lagerung in den meisten Fällen, vor allem für sehr lange Zeit (10 - 20 Jahre) kaum lohnt. Die meisten Weine sind bei ihrem Kauf trinkfertig, das heißt, dass man sie natürlich lagern kann, aber dass sich die Qualität dadurch nicht mehr verbessern wird.
Es gibt aber auch eine Reihe von Weinen (z.B.: Rheinriesling, schwere vollmundige Rotweine), bei denen sich eine längere Lagerung lohnt. Auch diese können selbstverständlich sofort nach dem Kauf getrunken werden, jedoch können sie ihre Qualität durch eine weitere Reifung in der Flasche noch wesentlich verbessern.
Leichte Rot- und Weißweine sollten schon nach 1 - 3 Jahre getrunken werden, denn bei längerer Lagerzeit verlieren sie ihre Qualität.
Es gibt aber auch andere Sorten von Wein, die erst nach längerer Lagerzeit zeigen, was in ihnen steckt. Sie brauchen Zeit, um ihr volles Aroma zu entwickeln. Diese Zeit nennt man Reifeentwicklung, welche von Herkunft, Jahrgang und Kellereiausbau beeinflusst wird. Die lange Haltbarkeit des edlen Tropfens wird von mehreren Sachen (hoher Alkohol, Süße, hoher Extraktgehalt, Säure, usw. ) beeinflusst. Ein kleiner Fehler würde kein zufriedenstellendes Ergebnis entstehen lassen. Einige Weine, die erst nach 10 - 20 Jahren richtig gereift sind, sind zum Beispiel Bordeaux mit Cabernet Sauvignon, sie enthalten Tannin (Gerbstoff).
Nach einer Lagerzeit von 100 Jahren kann man nur noch Beeren- und Trockenbeerenauslesen genießen.
Was soll man bei der Weinlagerung beachten?
Wichtig ist eine liegende Lagerung der Flaschen. Dadurch kann das Austrocknen der Korken und die Oxidation (Verbindung mit Sauerstoff) des Weines verhindert werden.
Zu den anderen Risikofaktoren kann man sagen, dass sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel geändert hat. So ist etwa die Gefahr, dass der Wein Fremdgerüche, oder den Geschmack des Korken aufnimmt, nicht mehr so groß. Vor allem bei qualitativ hochwertigen und empfindlichen Weinen werden heute Kunststoffkorken verwendet, die den Wein geschmacklich nicht mehr verändern können. Weiters soll Wein dunkel gelagert werden. Sonneneinstrahlung würde den Wein erwärmen und somit die Alterung beschleunigen. Ein gewisser Heiligkeitswechsel schädigt allerdings nur sehr alte und empfindliche Weine. Diese sollten daher mit einer Decke abgedeckt werden.
Eine ständige Abwechslung von Erwärmung und Abkühlung (Tag / Nacht) wirkt sich auch auf die Qualität des Weines negativ aus. Deshalb sollte man ihn auch bei konstanter, nicht zu warmer Temperatur lagern. Temperaturschwankungen wirken sich nicht aus, solange sie sich unter 15° C bewegen.
Jetzt könnte man ja meinen, es ist besser den Wein ständig der Sonneneinstrahlung auszusetzen, weil er damit schneller altert und somit schneller die höchste Stufe seiner Qualität erreicht. Falsch! Der Wein würde bei einer solchen Art der Lagerung so schnell altern, dass er seinen Höhepunkt gar nicht erst erreichen kann. Ein Wein muss langsam reifen!
Weiters sollte man dem Wein noch den Gefallen tun, ihn nicht neben Gemüse oder Kartoffeln, Waschmitteln oder gar neben Heizöl zu lagern. Der Wein könnte diese Gerüche aufnehmen und so eine unangenehme Geschmacks- oder Geruchsnote bekommen, die ihn sogar ungenießbar machen könnte.
Die zeitliche Lagerung ist für viele Weine nur sekundär. Wichtig bei einer Verkostung ist vor allem die Trinktemperatur (Weißweine nicht zu warm, und die Roten nicht zu kalt). Wenn sie einen erstklassigen Weißwein zwanzig Jahre lagern und ihn dann mit einer Temperatur von 20° C präsentieren, hätten sie sich die langjährige Lagerung sparen können.
Wein dekantieren
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Dekantieren heißt Wein vor Genuss aus der Flasche in ein Dekantiergefäß zu leeren.
Ein Dekantiergefäß ist so gebaut, dass die Weinoberfläche möglichst viel Kontakt mit der Luft hat. Der Sinn des Dekantierens besteht nämlich darin, dem Wein Luft zuzuführen.
Eine Dekantierkaraffe wirkt außerdem sehr ästhetisch, auch das kann schon ein Grund sein Wein vor dem Genuss zu dekantieren. Lagert man Flaschen in einem feuchten Weinkeller, so werden oft die Flaschen mit der Zeit schmutzig. Flaschen kann man waschen, aber schimmelige Etiketten sind ein Problem. Daher macht es Sinn den Wein vorher aus der Flasche umzufüllen.
Der eigentliche Grund des Dekantierens besteht aber darin, dem Wein Luft zuzuführen. Junge Weine gewinnen meist durch Luftzufuhr. Um das aber zu ermöglichen, muss man den Wein schon Stunden bevor man ihn serviert dekantieren. Besonders bei Rotweinen bedient man sich des Dekantierens, aber auch bei Weißweinen lohnt es sich.
Bei älteren Weinen allerdings wirkt sich das Dekantieren oft negativ aus. Bei Luftkontakt kann es sein, dass ein reiferer Wein "umkippt" und nicht mehr genießbar ist. Will man trotzdem diese Weine dekantieren, um den Gästen die Flasche oder Etikette zu ersparen, so gibt es spezielle Karaffen, die nur eine sehr geringe Luftzufuhr ermöglichen.
Wein & Essen
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Zu einem gelungenen Festessen gehört nicht nur ein gutes Essen und guter Wein. Beides, Speisen und Wein müssen auch miteinander harmonieren. Nicht jeder Wein passt zu jedem Gericht. Die Kombination von Wein und Speisen muss stimmen, und sie stimmt dann, wenn keiner der beiden Elemente das andere überdeckt.
Im Normalfall wird ein passender Wein zum Gericht gesucht und nicht umgekehrt. Ein Wein, der mit dem Gericht gut harmoniert muss gefunden werden. Der Wein darf das Gericht nicht dominieren und er darf sich selbst auch nicht vom Gericht übertönen lassen. Den richtigen Wein dafür zu finden, ist nicht immer eine leichte Aufgabe.
Zunächst muss man daher die Gerichte unterscheiden: Unser Geschmackssinn erlaubt uns vier verschiedene Grundqualitäten zu erkennen: Süß, sauer, salzig, und bitter. Alle weitergehenden Differenzierungen sind geruchsbedingt.
Nicht jeder empfindet gleich: Die Empfindlichkeit ist individuell unterschiedlich, außerdem nimmt sie mit zunehmendem Alter ab. Das bedeutet, dass es kein Grundrezept für die richtige Wahl gibt, letztendlich zählt nur, was Ihnen persönlich schmeckt.
Die meisten Gerichte sind entweder vorwiegend salzig, oder kräftig, süß oder sauer, sie sind kalt oder warm, fett oder mager, fest, sämig oder flüssig mit den entsprechenden Zwischenstufen. Zum Gericht (kräftig, scharf, leicht…) wird der passende Wein gesucht (fruchtig, süffig, trocken, lieblich, süß……).
Der äußere Rahmen bzw. Anlass:
Der richtige Wein zu einem "Candlelightdiner" sollte geschmacklich sehr intensiv und vielschichtig sein, damit er nicht beim zweiten Glas schon langweilig wird.
Für eine Party verwenden Sie besser eher einfachere Weine. Hier stehen die Gäste im Mittelpunkt. Man möchte sich nicht auf den Wein konzentrieren müssen oder davon abgelenkt werden. Der Wein dient nur der Erfrischung und als Essensbegleiter.
Gesellige Runde: Steht der Wein im Mittelpunkt, sollte man bei der Auswahl auf die gängigen Regeln (Weinabfolge nach Qualitätsstufen bzw. Rot- nach Weißwein etc.) und seine Gäste richtig einschätzen.
Picknik: Immer geeignet ist ein Rosé, weil dieser als süffiger, leichter Wein gut zu den Sommergerichten passt und nicht zu schwer ist.
Festmahl: Es müssen sowohl die Speisenabfolge als auch die verschiedenen Geschmäcker berücksichtigt werden. Halten Sie sich an die gängigen Regeln (siehe: Wein richtig verkosten).
Zum Schluss noch einige Hinweise zu Wein und Speisen: Wein soll den Geschmack einer Speise unterstreichen, nicht überdecken. Wein-/und Speisenfolge soll in Aroma und Gehalt/ Fülle eine Steigerung erfahren. Alkohol erhöht den Eindruck von Süße und verstärkt die Wirkung von Gewürzen. Stark fetthaltige Speisen sind bekömmlicher mit Weinen, die reich an Säure, Gerbstoff und Alkohol sind.
Kräftig gewürzte Speisen schmecken in Verbindung mit alkoholreichen Weinen noch kräftiger.
Kohlensäure im Wein (Sekt, etc.) verdeckt teilweise die Süße-Empfindung. In Verbindung mit Speisen wirken Schaumweine süßer, als sie tatsächlich sind. Salz steigert die Wahrnehmung von Aroma-/ Bitterstoffen in Wein und Speisen.
Wein und Käse
Wein und Käse können harmonische Kombinationen eingehen (z.B. regionale Weine und Käse-Kombinationen) oder sich auch ergänzen und verstärken (Sauternes + Rouquefort, etc.).
Viel Tannin im Wein und Eiweiß im Käse wirken unangenehm im Mund. Alkoholreiche, fruchtige Weißweine brauchen einen milden Käse. Gereifte Burgunder vertragen auch gereifte, kräftige Käse.
Je süßer/ alkoholreicher der Wein, desto intensiver muss der Käse sein. Wein unter 11 Vol% Alkohol lässt Säuren auf beiden Seiten zu stark wirken.
Fehler im Umgang mit Wein
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Jedem Weinkäufer ist es schon einmal passiert, er kauft einen Wein der fehlerhaft ist. Solche Fehler kann man nie ausschließen. Man kann davon ausgehen, dass im Durchschnitt jede 20. Flasche auf dem Markt fehlerhaft ist. Es gibt Weinfehler, die man mit den Augen erkennen kann aber auch solche, die man erst nach dem Kosten bemerkt. Um einen Fehler zu erkennen, muss man ihn eigentlich schon einmal zuvor erlebt haben.
Was man oft als Fehler ansieht, aber keiner ist, das ist der Weinstein. Das sind kleine durchsichtige Kristalle, die zu Boden fallen. Sie beeinträchtigen in keiner Weise die Qualität eines Weines.
Weinfehler, die man mit den Augen erkennen kann:
Achten sie bevor sie eine Flasche öffnen immer auf den Korken. Ist dieser schimmelig, besteht kein Grund zur Sorge, wurde aber der Korken schon ein wenig aus der Flasche herausgetrieben, ist der Wein mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu empfehlen. Die Ursache liegt daran, dass der Wein höchstwahrscheinlich zu hohen Temperaturen ausgesetzt wurde oder es handelt sich um einen Fabrikatsfehler. Ein Korken darf niemals den Flaschenhals überragen.
Vor allem bei älteren Weinen sollte man auf den Füllstand achten, ob dieser zurückgegangen ist. Wenn das so ist, ist der Wein mit hoher Wahrscheinlichkeit ungenießbar oder zumindest nur mit Einschränkungen genießbar ist. Bei Flaschen, die jünger als 10 Jahre alt sind, sollte das aber kein Problem sein.
Es kann vorkommen, dass Wein unklar oder auch getrübt ist. Das kann im Grunde zwei Ursachen haben. Wenn es sich um einen älteren Wein handelt (vor allem Rotweine) ist wahrscheinlich nur das Depot aufgewirbelt. Lassen sie daher die Flasche einige Zeit stehen, und es wird sich möglicherweise wieder legen. Garantie gibt es dafür aber leider keine. Wenn sie aber eine Trübung bei einem jungen Wein erkennen können, ist es ein Fehler.
Fehler, die man nur durch Riechen erkennt:
Der so genannte Korkgeschmack bringt einen unnatürlichen moderigen Geruch mit sich, der im Glas noch stärker wird.
Weinverkostung
zum Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1 Die Degustation durch Experten
2 Weingläser
3 Weitere Utensilien
4 Blindprobe
5 Durchführung
5.1 Beurteilen der Farbe oder des „Auges“
5.2 Der Geruch oder die „Nase“
5.3 Der Geschmack oder die „Zunge“
5.4 Der Abgang
6 Literatur
7 Weblinks
Die Degustation durch Experten
Hierzu empfiehlt es sich, Listen der Weine vorzufertigen und Schreibmaterial bereitzulegen. Auch eine eventuelle Gruppierung der Weine vorzunehmen in sogenannte Flights: gleichartige Weine, entweder einer Region, einer Rebsorte, eines Jahres o. ä. direkt nacheinander oder nebeneinander in parallelen Gläsern sensorisch vergleichbar zu machen.
Eine klassische Rubrizierung gliedert die Eindrücke vom Wein in
Auge: die Klarheit, die Farbe und Reinheit eines Weines zu prüfen
Nase: der Geruchs-Eindruck, nach Schwenken des Glases und Aufnahme der abdampfenden Moleküle von der Oberfläche
Zunge: der geschmackliche Eindruck im Mund
Abgang, auch Nachhall genannt: der nachdauernde Eindruck, wenn der Wein den Mund verlassen hat.
Bei vielen professionellen Weinproben werden Weine nach einem Punktesystem bewertet. Besondere Bedeutung – auch für den kommerziellen Erfolg eines Weines – haben beispielsweise die Parker-Punkte. Dieses Punktesystem ist nach dem bekannten Weinkritiker Robert Parker benannt.
Weingläser
Eine Weinprobe sollte mit adäquaten Weingläsern durchgeführt werden. Pflicht zu einer Verkostung sind saubere, nach oben kelchförmig geschlossene Weingläser, um eine gute Beurteilung zu erlauben.
Sogenannte Wein-Degustationsgläser sind nach ISO 3591 genormte Gläser für Weinproben. Diese farblosen Gläser erinnern an kleine Weißweingläser oder an Sherrygläser. Ihre spezielle Konstruktion bewirkt, dass sich über dem Wein sein Geruch mit geringstmöglichen Einflüssen entfalten kann.
Für den Privatgebrauch eignen sich auch Gläser, die etwa 20 cl Flüssigkeit fassen und aus dünnem klarem Glas hergestellt sind. Eine bauchige, sich nach oben verjüngende Form ist vorteilhaft, da sich aufgrund der großen Flüssigkeitsoberfläche die Duftstoffe gut entfalten können, aber durch die kleinere Öffnung im Glas zurückgehalten werden, und zudem das Schwenken des Glases zur Benetzung einer möglichst großen Duftfläche risikoärmer ist mit einer sich verjüngenden Öffnung. Die auf Verbrauchermessen oftmals anzutreffenden Römerkelche sind aufgrund ihrer Dickwandigkeit ungeeignet; eine Farben- und Reinheitsbeurteilung ist mit ihnen kaum möglich.
Weitere Utensilien
Des weiteren wird Brot, meist einfaches Weißbrot, bereitgehalten und einfaches, möglichst nicht sprudelndes Mineralwasser sowie Gefäße zum Ausspucken des eventuell nicht getrunkenen Weines.
Blindprobe
Oftmals werden die Weine ohne Kenntnis ihrer Etiketten verkostet, um eine Vorbeeinflussung auszuschließen: nur das Produkt im Glas soll beurteilt werden; bekannte oder unbekannte Namen, große und weniger große Jahrgänge sollen nicht das Urteil trüben. Eine solche Verkostung nennt man Blind-Verkostung oder Blindprobe.
Wenn im Rahmen einer Weinprobe oder Verkostung ein Essen angeboten wird, ist oftmals streitig, zu welchem Zeitpunkt das Essen gereicht werden soll. Die einen benötigen es als Grundlage, um nicht frühzeitig schon (nach 10 oder 15 verschiedenen Wein-Eindrücken) sensorisch zu versagen. Andere aber verlangen, dass das Essen den Weinen nachgestellt werden müsse, da Speisen - insbesondere schärfer gewürzte - die sensorische Aufnahmefähigkeit nachteilig beeinflussen können.
Klar ist, dass ein guter Gastgeber einer Verkostung es seine Gäste wissen lässt: nicht nur, ob man zu essen bekomme, auch wann gespeist werden solle. Wenn spät gespeist wird, so wird jeder Teilnehmer zuvor für seine Aufnahmefähigkeit und Grundlage zum Weingenuss Sorge tragen.
Manche Gäste essen auch gerne etwas Wurst oder Käse zum Wein, andere lehnen dies als „geschmacksverfälschend“ ab.
Durchführung
Der Vorgang des Verkostens eines Weines läuft bei einer klassischen Weinprobe in mehreren Phasen ab. Die einzelnen Phasen werden im Folgenden kurz beschrieben. Zu jeder Phase werden Beurteilungskriterien nebst Charakterisierungsvorschlägen genannt. Diese sind (Lit.: This-Benckhard, 1995) entnommen und etwas umsortiert.
Weißwein wird kühl serviert, zwar idealerweise nicht direkt aus dem Kühlschrank, da er mit sechs bis acht Grad zu kalt zur Beurteilung wäre, aber er wird sich an der Raumtemperatur recht schnell erwärmen. 10 bis 12 Grad sind ideal.
Rotwein für Weinproben sollte bei einer Temperatur von ca. 14 bis 15ºC bereitgehalten werden, er wird sich beim Ausschenken schnell auf 18 bis 20ºC erwärmen. Bei höheren Temperaturen wird die Geruchswahrnehmung von aufsteigendem Alkohol beeinträchtigt.
Sorgen Sie für einwandfrei saubere Weingläser; Verunreinigungen wie Nikotin oder Spülmittelreste an Gläsern können den Geruchs- und Geschmackseindruck beeinträchtigen.
Schenken Sie den Wein vorsichtig ein, ohne ihn zu stark mit Luft zu vermischen.
Beurteilen der Farbe
Am besten kann man die Farbe erkennen, wenn das Glas vor einen weißen Hintergrund (im Zweifelsfall die Tischdecke) gehalten wird. Dabei werden die Klarheit, die Farbe und die Reinheit eines Weines geprüft. Schauen Sie hierzu von oben auf die Oberfläche des Weins. Halten Sie anschließend das Glas schräg, die Weinfarbe kann je nach Flüssigkeitstand leicht variieren. Halten Sie nach dem Beurteilen der Farbe das Glas waagerecht zum Licht; manche Weine zeigen auf dem Glas sogenannte Tränen, diese bilden sich durch die Oberflächenspannung.
Interessant ist der Rand des Weines am Glas: er wird nach seiner Randgröße beurteilt (mehr als ein Millimeter Randbreite deutet auf einen älteren Wein), und nach der Abweichung der Farbe im Verhältnis zum "tiefen" Wein: eine orangene Randfarbe ist ebenso ein Anzeichen eines gereiften Weines.
Beurteilungskriterien und Charakterisierungsvorschläge
Farbton: himbeerfarben, granatrot, purpurn, rubinrot, kirschrot schimmernd, ins Violette spielend, rotbraun, rosé, gelbgrün, strohgelb, goldgelb, tiefgolden
Farbintensität: intensiv, tief, hell, klar, fein, transparent, glänzend, funkelnd, hell strahlend
Weintränen: tränenreich, gelbe, klare, schlierige Tränen
Farbe: Schattierungen, Nuancen
Klarheit: Transparenz/ Reinheit, Trübung
Tiefe: Farbsattheit oder -blässe
Leuchtkraft: strahlend, stumpf
Der Geruch
Nach der visuellen Wahrnehmung kommt der olfaktorische Eindruck. Dabei wird versucht, verschiedene markante Gerüche zu unterscheiden und zu benennen. Der olfaktorische Eindruck besteht aus drei Phasen.
Riechen Sie am Glas, ohne es zu schwenken. Es gibt extrem flüchtige Verbindungen im Wein, die bereits nach dem ersten Schwenken verloren gehen.
Nun wird das Glas geschwenkt, um tiefere Aromen an die Oberfläche zu bringen und zu verstärken. Riechen Sie noch einmal. Sie werden andere Gerüche bemerken.
Geben Sie dem Wein nun etwas Zeit, sich zu erholen. Riechen Sie noch einmal. Manche Weine bieten nun wieder die selben Geruchseindrücke wie zu Anfang, bei anderen haben Sich die Geruchseindrücke durch die Luftzufuhr verändert.
Noch detaillierter wird gerochen, indem am geneigten Glas einmal "unten" (am unteren Rand) und einmal "oben" der Duft des Weines aufgenommen wird. Aufgrund der unterschiedlichen Schweren der duftgebenden Moleküle können hierbei eventuell erhebliche Unterschiede erkannt werden.
Beurteilungskriterien und Charakterisierungsvorschläge
Bukett: mehr oder weniger ausgeprägt, flach, mächtig
Finesse: plump, elegant, arm, klein, spritzig, stichig, sauber, rassig, nervig, nobel, großer Atem, ...
Aroma (Duft):
fruchtig: Himbeeren, Kirschen, Sauerkirsche, Pflaumen, Schwarze Johannisbeere, Apfel, Aprikose, Ananas, Zitrone, Birne, Quitte, Holunderblüte
blumig: Veilchen, Geranien, Wildrose, Reseda, Liguster, Chrysantheme
Gewürze: Vanille, Anis, Zimt, Karamell, Pfeffer, Nelken
Holz: Zeder, Sandelholz, Holz-Röstaromen
tierische Gerüche: Moschus, Bienenwachs
andere Gerüche: Trüffel, Harz, Balsam, Tabak, Leder, Teer, erdig, rauchig
Reifegrad: oberflächlich und zurückhaltend (zu junger Wein), spritzig und bissig, flach und verbraucht (zu alter Wein)
Der Geruchssinn ist das wichtigste Werkzeug des Sommeliers, da die Nase wesentlich mehr Nuancen unterscheiden kann als die Zunge. Die Nase ist um den Faktor einhundert empfindlicher als die Zunge. Was als Aroma von der Zunge empfunden wird, ist zu Teilen vielfach ebenso ein Nasen-Aroma: aus der körpertemperierten Mundhöhle entsteht das Rückraum-Aroma in der Nase.
Aus der „Nase“ kann der Sommelier auf wesentliche Eigenschaften des Weins wie Rebsorten, Herkunft, Alter, Verarbeitung schließen.
Der Geschmack
Die Zunge kann Ihnen eine Reihe an Geschmackseindrücken vermitteln. „Süß“ wird an der Zungenspitze wahrgenommen, der Säuregehalt an den Seiten, „salzig“ in der Mitte; die Geschmacksknospen auf dem hinteren Zungenteil sind für „bitter“ zuständig.
Der Wein wird langsam geschlürft. Die Luftzufuhr wirkt sich positiv auf die Geschmacksstoffe aus. Lassen sie den Wein dann langsam von der Zungenspitze zu einer Seite und dann zur anderen gleiten. Behalten Sie ihn anschließend kurz auf der Zungenmitte und bewegen Sie ihn dann zum hinteren Zungenteil. So nehmen Sie seine Süße, Säure, seinen Mineralgehalt und Bitterstoffe wahr. Den Wein dann kurz im Mund behalten. Die Empfindung für „süß“ wird mit der Zeit abnehmen, der bittere Geschmackseindruck wird zunehmen.
Im Mund machen sich dann ebenso rau-bitterherb die Tannine (Gerbstoffe) und über den Gaumen der Geschmack bemerkbar.
Beurteilungskriterien und Charakterisierungsvorschläge
Körper: leicht, ausgewogen, schwer, körperreich, flach, in Frucht, fleischig, ölig, wuchtig (Alkohol steigt schnell zu Kopf), nussig, samtig, seidig (feine Struktur), dünn, roh, oxidiert, verbraucht, stichig (bakterieninfiziert, Geruch nach Ethylacetat, ungenießbar)
Adstringierend (etwas raue Empfindung auf der Zunge, typisch für tanninhaltige Weine): nicht, leicht, adstringierend
Süße: herb, ausgewogen, unaufdringlich, süßlich, ölig, teigig
Säure: nichtssagend (Säure fehlt), flach, pikant (Eindruck der Frische), würzig, fein, reichlich, unangenehm scharf
Balance: unausgeglichen, ausgeglichen, vollkommen
Bitterkeit: nicht vorhanden, leicht, Bitterstoffe, tintig, metallisch, krautig, brandig, hart, klein
Salzgeschmack: nicht vorhanden, in Spuren
Es ist möglich, die Probe hier zu unterbrechen und den Wein in ein Gefäß auszuspucken. Dies ermöglicht die Verkostung von sehr vielen Weinen, ohne den kompletten Alkohol aufzunehmen.
Der Abgang
Große Weine sollten auch bei der Verkostung getrunken werden, um den nachdauernden Eindruck zu beurteilen, nachdem der Wein den Mund verlassen hat. Je nachdem wie lange der Weingeschmack in Mund und Rachenbereich spürbar ist, spricht man von einem langen oder kurzen Abgang oder auch Nachhall.
Beurteilungskriterien und Charakterisierungsvorschläge Geschmackspersistenz oder Geschmackslänge: kurzer Abgang, kräftiger Abgang mit langem Nachgeschmack, „Pfauenrad“ (das Bukett kehrt nach einiger Zeit wieder)
Weinlexikon
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Abbau: Steht für (1): Das Nachlassen der Weinqualität infolge Überalterung. (2): Den Abbau von einzelnen Inhaltsstoffen - z. B. Säure oder Gerbstoff.
Abfüllen: Nennt man das Umziehen des Weines von den Großgebinden (Tank, Fass) auf Flaschen. Der Abfüller kann - muss aber nicht - der Produzent sein. "Hauerabfüllung" oder "Gutsabfüllung" bedeutet, dass es sich um Weine handelt, die ausschließlich aus Weingärten des eigenen Betriebes stammen, dort verarbeitet und auch abgefüllt wurden.
Abgang: Andre Worte - Nachklang, Nachhall, Nachtönung, Finale, Schwanz, Schweif, Persistenz. Steht für das Anhalten (die Länge) des Nachgeschmacks beim Weinverkosten. Je länger (je nachhaltiger) dieser Eindruck nach dem Schlucken bestehen bleibt, desto hochwertiger ist üblicherweise der Wein. Ein langer Abgang kann also auch als positives Qualitätsmerkmal gewertet werden. Von einem kurzen Abgang spricht man bei einer kurz anhaltenden, plötzlich aussetzenden Geschmacksempfindung (abfallen, reißt ab).
Adstringierend: Zusammenziehend wirken. Steht für die durch gerbstoffreiche Weine hervorgerufene, die Schleimhäute zusammenziehende Wirkung, die am Gaumen und an der Zunge ein pelziges Gefühl erzeugt. Häufig bei jungen roten Weinen anzutreffen. Kann sich - bei besonders bitterem Beigeschmack - auch negativ auswirken (abweisend).
Alkoholgehalt: Wird in Grad oder Volumenprozent angegeben. Unterscheidung in leichte (8-11 Grad Alkoholgehalt), mittelgewichtige (11-13 Grad Alkoholgehalt) und schwere (über 13 Grad Alkoholgehalt) Weine. Der Alkoholgehalt kann durch Anreichern, Aufspriten oder durch Verschnitt mit alkoholreichen Grundweinen erhöht werden. Neben ausreichender Säure und hohem Extrakt die dritte wichtige Komponente für ein optimales Ausbaupotential.
Anlagen: Damit sind die Anlagen des Weines für seine voraussichtliche Lebenserwartung gemeint. Also alle Inhaltsstoffe, die die Entwicklung (Ausbau) nachhaltig beeinflussen (Säuren, Extrakt, Alkohol, Restzucker). Sind diese in reichem Maß vorhanden, spricht man von hohen Reserven - je nach Gehalt von mittlerem bis gutem Ausbaupotential.
Ausbau: Damit ist der fachkundig gesteuerte Entwicklungsprozess im Großgebinde (Tank, Fass) und in der Flasche - vom Beginn der alkoholischen Gärung des Mostes bis zum trinkreifen Wein gemeint.
Balance: Steht für Gleichgewicht des Weines im Sinne von ausgewogen, harmonisch. Wenn z. B. Frucht und Säure in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen, spricht man von einem gut balancierten Wein.
Barrique: Ein aus dem Bordelais stammendes Eichenfass mit 225 Litern Fassungsvermögen. Die im Barrique ausgebauten Weine erhalten zusätzliche Geschmackskomponenten, die von jeweils verwendeten Eichenholz und den dem Wein zugeführten Tanninen herrühren. In Österreich wird auch Manhartsberger und slowenische Eiche verwendet.
BKW-Prinzip: Steht für die drei Faktoren (Anfangsbuchstaben), die die Weinqualität entscheidend beeinflussen. Boden, Klima, und Winzer.
Blank: Klar, ohne jede Trüung.
Blume: Ist der Duft der flüchtigen Bestandteile und Ausdruck für einzelne, klar erkennbare Duftstoffe des Weines. Der Name wurde vom - oft an Blumenduft erinnernden - Geruchseindruck abgeleitet. Die Blume kann zart, fein, kräftig, und würzig, aber auch eigenartig, laut oder aufdringlich sein. Der Begriff wird oft fälschlicherweise als Synonym für Bukett verwendet.
Bruch: Wenn der Wein gebrochen ist, weist er eine anormale Trübung oder Verfärbung auf, deren Ursache in biochemischen Prozessen liegt (Weinfehler - es gibt den Schwarzen, Weißen oder Braunen Bruch).
Bukett: Die Gesamtheit aller aromatischen und blumigen Stoffe, die dem Wein sein typisches, arteigenes Geruchsbild verleihen. Wahrnehmung: Duft beim einatmen, Entfaltung der Aromastoffe im Mund beim ausatmen.
Bukettreben: Sind Rebsorten, deren Weine sich durch ein besonders ausgeprägtes Bukett auszeichnen. Dazu zählen z. B. die Sorten Gewürztraminer, Roter Traminer, Gelber Muskateller, Muskat-Ottonel.
Butte: In so einem Behälter (am Rücken getragen) wurden die Trauben früher gesammelt.
Charakter: Das Bild eines Weines wird von der Summe seiner Geruchs- und Geschmackseigenschaften bestimmt. Sind diese für Herkunft und Rebsorte als typisch anzusehen, verfügt er zusätzlich über individuelle Eigenarten, die eine engere Eingrenzung erlauben, hat er Ausdruck. Sind zusätzlich so spezifische Merkmale vorhanden, dass Rückschlüsse auf Einzellage, Jahrgang oder Hersteller möglich sind, hat der Wein Charakter.
Claret: (1): Bezeichnung für rote Bordeaux-Weine (in England). (2): In Österreich Bezeichnung für aus roten Traubensorten hergestellten Weißwein.
Connaisseur: (franz.) Kenner, Sachverständiger, Feinschmecker. Bezeichnung für Weinkenner (Sachverständige).
Cuvée: (von franz. cuve - Fass). (1): Verschnitt verschiedener Weine (Fässer) oder Vermischen verschiedener Traubensorten zu einem bestimmten Weintyp. (2): Vermischen unterschiedlicher Moste oder Weine zur Herstellung eines bestimmten Schaumwein-Typs. (3): Mischung von Weinen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Jahrgänge beim fertigen Schaumwein.
Dekantieren: (von franz. décanter - abklären) Steht für langsames, behutsames Umgießen von Rotwein in eine Karaffe, um das Depot vor dem Trinken vom Wein zu trennen. Ruckartige, heftige Bewegungen sollten vermieden werden, da diese den Bodensatz aufwirbeln. Außerdem wird dem Wein Sauerstoff zugeführt.
Depot: Es handelt sich um Trubstoffe, die sich als Bodensatz im Gärgebinde (Tank, Fass) aber auch in der Flasche niederschlagen. Bei Rotweinen meist Farb- und Gerbstoffe, die bei längerer Flaschenreifung als Feststoffe ausfallen. Stellt an sich keine Qualitätsminderung dar - eher ein Zeichen für besondere Qualität!
Dessertweine: Dabei handelt es sich um (1): Süßweine mit hohem Alkoholgehalt - fast immer "behandelt" (aufgespritet, gestoppt, aromatisiert, mit Zusätzen versetzt). (2): Natursüße Prädikatsweine, die zum Dessert gereicht werden können.
Direktträger: Auch Selbstträger, Hybridenwein. Wein aus Trauben von direkt fruchttragenden, unveredelten Rebstöcken (Amerikanerreben). Typisch: Aufdringlicher Foxton-Geschmack (Erdbeeren).
Duft: Gesamtheit der auf die Geruchsempfindung wirkenden Duftstoffe.
Durchgegoren: Wenn der Wein so lange gegoren hat, bis fast der gesamte Zucker in Alkohol und Kohlendioxyd aufgespalten wurde. Ergebnis: Wein mit weniger als 4 Gramm Restzucker (trocken).
Extrakt: Bezeichnet die Summe aller Substanzen, die im gelösten Zustand im Wein enthalten sind und beim Verdampfen zurückbleiben. Dazu zählen Restzucker, nichtflüchtige Säuren, Farb- und Gerbstoffe, höhere Alkohole (Glyzerin) Mineralsalze, Stickstoffverbindungen sowie weitere (zum Teil noch nicht identifizierte) Inhaltsstoffe, die für die individuelle Art des Weines verantwortlich sind.
Farbe: Ist neben Geschmack, Geruch und Klarheit die vierte Komponente zur Weinbeurteilung. Sie gibt zuverlässige Hinweise auf Herkunft, Rebsorte, Alter und Charakteristik des Weines. Beim Weißwein wird hauptsächlich in Gelb- und Grüntöne differenziert. z. B - von hell nach dunkel: perlweiß, blassgelb, zartgelb (-grün) hellgelb, gelbgrün, strohfarben, gelb, goldgelb, altgold, hochfarbig, orange, bernstein, braun. Beim Rotwein gibt es drei wesentliche Richtungen: rubinrote (zarte Rottönungen vorherrschend), granatrote (rot mit Braun- oder Schwarzreflexen) und ziegelrote (rot mit Gelb- oder Orangeschimmer). Ziegelrote sind ein Zeichen für Reife oder Alter, Blautöne (helles Purpur bis sattes Violett) weist auf junge Weine hin.
Federweißer: In Deutschland übliches Synonym für Sturm. In der Schweiz der aus unvergoren gepressten blauen Trauben gewonnene Wein (Österreich: Claret).
Filtration: Überbegriff für alle physikalischen (nicht chemischen) Techniken zur Klärung des Weines.
Firne: Fringeschmack, Altersgeschmack. Bezeichnet die charakteristische Geruchs- und Geschmackstönung von Weinen nach fortgeschrittener Alterung. Wenn das Lagerbukett eines Weines in das Firnbukett übergeht (chemische Veränderungen durch Oxydationsvorgänge) nimmt dieser einen Firngeschmack an. Dieser Vorgang kann im 1. Stadium durchaus erwünscht sein (Edelfirne). Danach baut der Wein jedoch ab. Er wird müde, erhält eine welke Charakteristik. In weiterer Folge fällt oder kippt er um und wird ungenießbar.
Gärung: Bei der alkoholischen Gärung wird mit Hilfe von Gärhefen (einzellige Hefepilze) die Umwandlung des im Most enthaltenen Zuckers in Alkohol und Kohlendioxyd bewirkt. Man kann die Gärung auch gezielt beeinflussen, um ein bestimmtes Geschmacks- oder Geruchsbild zu erhalten (=Gärführung) .
gebrochen: Bruchgeschmack. Bezeichnung für Farbtrübung eines fehlerhaften (farbkranken) Weines.
gemischter Satz: Steht für die Auspflanzung von zwei oder mehreren verschiedenen Rebsorten in einem Weingarten, deren Trauben gemeinsam gelesen, gepresst und ausgebaut werden.
gerbstoffreich: tanninreich. Meist junge Rotweine, die eine adstringierende bis störend bittere Geschmacksnote aufweisen können. Die natürlichen, von den Traubenhäuten und -stielen kommenden Gerbstoffe geben (bei entsprechendem Ausbau - gemeinsam mit "weichen" Tanninen aus dem Holz der Barrique-Fässer) geben dem Wein eine längere Haltbarkeit und ein höheres Ausbaupotential. Diese Bitterstoffe werden im Laufe der Zeit (Flaschenreifung) weitgehend abgebaut (Niederschlag im Depot).
gerebelt: Steht für Trauben, die vor dem Pressen von den Stielen befreit werden.
gestreckt: getauft, gewässert. Bezeichnet Weine, die mit Wasser vermengt oder mit Zuckerlösung versetzt werden, um die Quantität bzw. den Alkoholgehalt künstlich zu erhöhen. Beides ist natürlich gesetzlich verboten (gepantscht)!
gezuckert: aufbessern, aufzuckern. Mit Zucker verbesserter Wein. Der noch unvergorene Traubenmost wird dabei mit Zucker verbessert. Daraus ergibt sich bei der Vergärung ein höherer Alkoholgehalt. Weine ab der Qualitätsstufe Kabinett dürfen (nach österreichischem Weingesetz) nicht aufgebessert werden.
harmonisch: Ein ausgeglichener, gut balancierter Wein von ansprechender Art, dessen Inhaltstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
herb: Bezeichnung für Rotweine mit einem hohen Gehalt an Gerbstoffen, die beim Genuss leicht adstringierend wirken. Wird bei Weißweinen nur verwendet, wenn diese bitter schmecken. Auch die Frucht eines Weines kann (angenehm) herb sein. Der Begriff wird fälschlicherweise für alle trockenen, säurereichen Weine verwendet.
hochfarbig: Oxydationsfarbe. Bezeichnung für goldgelbe bis bernsteinfarbige Weißweine, deren dunkle Tönung entweder durch Oxydation (zu geringe Schwefelung, Luftzutritt im Fass, lange Flaschenreifung) oder bei Prädikatsweinen (ab Auslese) auftreten kann.
Holzton: Eine für manche Weine typische Geruchs- Geschmacksassoziation. Beispiele: Bordeauxweine, bei denen der Holzton von mehr oder weniger neuen Barrique-Fässern stammt, oder bei guten Chiantis, die den Holzton der Reben erkennen lassen. Auch abwertend für Fassgeschmack.
Hybride: Kreuzung zwischen europäischen und amerikanischen Rebsorten.
Inhaltstoffe: Alle Substanzen, die im Wein vorkommen: Wasser, Alkohol, Zucker, Säuren (Wein-, Milch-, Apfel-, Bernstein-, Zitronen-, Essig-, Kohlensäure und andere), Gerbstoffe (Tannine), Farbstoffe, stickstoffhältige Verbindungen, Mineralstoffe, Salze, höhere Alkohole (Glyzerin, Ester), Spurenelemente (z. B. Eisen), einige Vitamine und mehr ... In der Weinsprache werden die Inhaltstoffe in Überbegriffe unterteilt: Geist - für die feinstofflichen Komponenten (Aroma, Blume, Bukett), Körper - (die Knochen, das Fleisch des Weines - Alkohole und zuckerfreie Extraktstoffe) und Seele - für die Süße und Säure des Weines (Zuckerrest, Frucht- und Gerbsäuren).
Jahrgang: Spielt vor allem in den nördlichen Weinländern wegen der von Jahr zu Jahr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen (Wechsel Sonne - Regen, hohe Tagestemperaturen - kühle bis frostkalte Nächte) eine sehr große Rolle. Jahrgangsunterschiede können ein entscheidendes Kriterium für das Preis-Leistungsgefüge sein. Vor Verallgemeinerungen wird gewarnt - Ein guter Weinbauer kann auch in einem schlechten Jahr hervorragenden Wein produzieren - und umgekehrt!
Jungwein: Bezeichnung für (1): Den Wein, der sich nach der Hauptgärung zu klären beginnt. (2): In Österreich wird auch der Wein des neuen Jahres (Heurige) umgangssprachlich so bezeichnet.
Klarheit: Neben Farbe, Geruch und Geschmack das vierte Kriterium zur Prüfung und Beurteilung von Wein. Die Skala der gebräuchlichen (Weinsprache) Begriffe reicht von kristallklar bis blind für Weißweine, bzw. von fackelhell oder brillant bis undurchsichtig für Rotweine.
KMW: Abkürzung für Klosterneuburger Mostwaage. Ein Gerät zur Bestimmung des Zuckergehalts im Most (Ende des 19. Jhdt. von August Wilhelm von Babo entwickelt). 1 kg Zucker in 100 kg Most entsprechen 1 Gewichtsprozent = 1 Grad KMW.
Korkgeschmack: korkeln, stoppeln. Davon spricht man, wenn durch fehlerhaftes Korkmaterial eine deutliche Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung hervorgerufen wird (z. B. durch bereits am Baum erkrankte Rinde, möglicherweise auch unkontrollierte Bleichung der Korken in chlorhaltigen Lösungen, im Kork vorhandene Schimmelpilze, unsachgemäße - zu feuchte - Lagerung, etc.)
Körper: Substanz. Der Gehalt an Alkohol und zuckerfreiem Extrakt bestimmt den Körper eines Weines. In der Weinsprache wird der Körper auch "als das Gewicht des Weines im Mund" - mit allen Inhaltsstoffen (außer den aromagebenden) definiert.
Lage: Auch Ried, Riede genannt. Eine bestimmte Rebfläche, die von verschiedenen Gegebenheiten beeinflusst wird: Bodenbeschaffenheit, Neigungswinkel des Hanges, Klima bzw. Kleinklima, Umgebung. Der Name ist oft identisch mit dem Namen des Weinbergs.
lagerfähig: ausbaufähig, entwicklungsfähig. So werden Weine bezeichnet, die aufgrund bestimmter Kriterien (Rebsorte, Lage, Jahrgang, Vinifikation und den daraus resultierenden Inhaltsstoffen) eine lange Lebensdauer erwaten lassen. Als lagerfähig gelten Weißweine ab einer Reifespanne von ca. 5, Rotweine ab 10 Jahren. Bei kürzeren Intervallen spricht man von "beschränkt lagerfähig" oder "jung zu trinken".
Lagerung: Optimal wären Räume mit möglichst gleich bleibender, kühler Temperatur (zwischen 8 und 14 Grad Celsius wären ideal) und Luftfeuchtigkeit (zwischen 70 und 80 %). Höhere - aber gleichmäßige Temperaturen schaden weniger als ständige Schwankungen!
lieblich: Steht für (1): Milde Weine mit leichter, unaufdringlicher Restsüße. (2): In Österreich werden auch halbsüße Weine (Restzuckergehalt zwischen 12 und 45 Gramm) als lieblich bezeichnet.
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